Sozialplan für Klimaschutz
45 Maßnahmen für eine sozialere Energiewende
Mit 45 Maßnahmen will Luxemburg die Energiewende sozial abfedern. Vor allem Haushalte mit geringem Einkommen und kleine Betriebe sollen gezielt entlastet und beim Umstieg unterstützt werden.
Der neue Sozialplan für Klimaschutz umfasst 45 Maßnahmen Symbolbild: Freepik
Die Regierung will ihre Klimapolitik sozial gerecht gestalten. Dafür haben die Minister Serge Wilmes (CSV) und Lex Delles (DP) am Freitag ihren neuen „Plan social pour le climat“ vorgestellt. Das Maßnahmenpaket, das bereits Ende März vom Regierungsrat verabschiedet wurde, umfasst insgesamt 45 Punkte und soll insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen sowie kleine Unternehmen bei der Energiewende entlasten, geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Biodiversität sowie des Wirtschaftsministeriums hervor.
Im Zentrum des Plans steht die Abfederung steigender Kosten durch CO₂-Bepreisung und fossile Energiepreise, kombiniert mit gezielten Anreizen für den Umstieg auf nachhaltige Lösungen. Dazu zählen etwa Förderungen für energetische Gebäudesanierungen, der Ausbau erneuerbarer Energien und ein erleichterter Zugang zur Elektromobilität. Ein zentrales Instrument bleibt der CO₂-Steuerkredit, der einkommensschwächere Haushalte entlasten und ihre Kaufkraft sichern soll. Der Plan richtet sich in erster Linie an besonders betroffene Gruppen wie Mieter, Eigentümer mit begrenzten Mitteln, Mikro-Unternehmen und Pendler.
Serge Wilmes (CSV) und Lex Delles (DP) bei der Vorstellung des Sozialplans für Klimaschutz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Zu den konkreten Maßnahmen zählen u.a. zusätzliche Wohnbeihilfen, eine verstärkte Förderung von Fotovoltaikanlagen auf erschwinglichem Wohnraum sowie Unterstützung für Haushalte in Energiearmut. Neu vorgesehen sind etwa die energetische Sanierung leerstehender Wohnungen, ein „soziales Autoleasing“ für Elektroautos sowie die Möglichkeit, staatlich erzeugten Ökostrom mit bedürftigen Haushalten zu teilen. (DJ)