Arbeitsbesuch in Finnland

Luc Frieden: „Wir brauchen eine Wirtschaft, die wächst“

In Finnland suchte Premierminister Luc Frieden (CSV) nach Alliierten, die ihm dabei helfen, seine eigene rechtsliberale Agenda und die seiner politischen Parteienfamilie auf nationaler und europäischer Ebene umzusetzen. Er wurde fündig.

Luc Frieden mit dem finnischen Premierminister Petteri Orpo hinter dessen am Meer gelegener Residenz Kesäranta

Luc Frieden mit dem finnischen Premierminister Petteri Orpo hinter dessen am Meer gelegener Residenz Kesäranta Foto: Luc Laboulle

Am zweiten Tag seines Arbeitsbesuchs in Helsinki traf Premierminister Luc Frieden (CSV) am Dienstag den finnischen Premierminister Petteri Orpo in dessen Residenz. Orpo gehört der konservativen Nationalen Sammlungspartei an, vergangene Woche wurde er zu einem von zehn Vizepräsidenten der Europäischen Volkspartei (EVP) gewählt, in der auch die CSV Mitglied ist. Nachdem Finnland unter Premierministerin Sanna Marin vier Jahre lang von Sozialdemokraten regiert worden war, ging die Nationale Sammlungspartei 2023 ein Bündnis mit der Schwedischen Volkspartei und der rechtspopulistischen Finnenpartei ein. Um der schwächelnden Wirtschaft zu helfen und die hohe Staatsverschuldung (80 Prozent) in den Griff zu bekommen, führten sie Arbeitsmarktreformen durch, die seit vergangenem Jahr im ganzen Land massive Streiks ausgelöst haben. Berichten linker Medien zufolge will die Regierung das finnische Tarifmodell abschaffen, um das Land wettbewerbsfähiger zu machen.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Tripartite

„Accord op de grousse Prinzipien“: Regierung und Sozialpartner einigen sich auf Grundsatzvereinbarung