Covid-19
Lage stabilisiert sich, vorerst keine neuen Maßnahmen
Weil die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 seit einigen Tagen stagniert und auch andere Faktoren auf eine Stabilisierung des Infektionsgeschehens hindeuten, will die Regierung vorerst keine neuen Maßnahmen beschließen. Erst vor einer Woche war ein Gesetz in Kraft getreten, das eine nächtliche Ausgangssperre und eine strengere Begrenzung der Zusammenkünfte verhängte. Die Auswirkungen dieser Einschränkungen werden voraussichtlich erst Ende nächster Woche erkennbar sein. Solange gilt erst einmal eine „Bewährungsfrist“. Ernst bleibt die Lage derweil in den Spitälern. Doch auch hier könnte sich die Situation laut Berechnungen der IGSS bald etwas entspannen.
Am Freitagnachmittag stand Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) den Abgeordneten des parlamentarischen Gesundheitsausschusses Rede und Antwort Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die Regierung beschließt vorerst keine neuen Maßnahmen, um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie in Luxemburg zu verhindern. Dies geht aus einer am Freitagnachmittag versendeten Mitteilung des Regierungsrats hervor. Zur gleichen Zeit stand Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) auf Antrag von „déi Lénk“ den Abgeordneten des parlamentarischen Gesundheitsausschusses Rede und Antwort. Die Gesundheitsbehörden hätten in den vergangenen Tagen im Allgemeinen eine leichte Stabilisierung der Lage feststellen können, erklärte Ausschusspräsident Mars di Bartolomeo (LSAP) nach der Sitzung. Die Zahl der Neuinfektionen stagniert seit Anfang der Woche, wenngleich auf hohem Niveau. In den letzten beiden Tagen sei eine zaghafte Tendenz eines Rückgangs zu beobachten, erklärte Di Bartolomeo. Die Reproduktionszahl Rt ist seit dem 24. Oktober kontinuierlich gesunken. Die effektive Reproduktionszahl Rt_eff liegt inzwischen wieder in der Nähe von 1 und ist damit so niedrig wie seit einem Monat nicht mehr. Ferner liegt die Positivitätsrate seit Donnerstag nur noch knapp über 5 Prozent und die Virenlast in den Kläranlagen war schon seit der letzten Oktoberwoche insgesamt leicht rückläufig. Diese Zahlen sind Anzeichen dafür, dass das Virus sich zurzeit nicht mehr exponentiell in der Bevölkerung ausbreitet.