Fünf Rentenvorschläge
LSAP legt nach Kritik an der Regierungslinie mit eigenen Forderungen nach
Die LSAP hat auf einer am Dienstag äußerst kurzfristig einberaumten Pressekonferenz eigene Vorschläge für eine Rentenreform vorgelegt.
Die LSAP mit Fraktionschefin Taina Bofferding ist nicht mit den Vorschlägen von Marc Spautz’ CSV und Gilles Baums DP einverstanden Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Fünf Rentenvorschläge hat die LSAP wenige Tage nach Luc Friedens (CSV) Rede zur Lage der Nation vorgestellt. Sie sollen laut Sozialisten eine bessere Alternative zu den „schlecht vorbereiteten und überhasteten sowie grundlegend ungerechten und inakzeptablen“ Rentenvorschlägen darstellen.
Demnach soll der Rentenfonds gedeckelt werden und jegliche Überschüsse zur Begleichung von Defiziten in der Rentenkasse gebraucht werden. Die Verwaltungskosten der Rentenversicherung sollen künftig nicht mehr von den Beiträgen gezahlt, sondern vom Staat übernommen werden. Zudem schlägt die LSAP die Abschaffung der Beitragsbemessungsobergrenze vor. Diese liegt derzeit beim Fünffachen des Mindestlohns. Wie genau ein derartiger Schritt aussehen soll, lässt die LSAP jedoch offen. „Die genauen Modalitäten sollen mit den Sozialpartnern abgestimmt werden“, heißt es im Presseschreiben der LSAP.
Falls nötig sieht die LSAP auch eine schrittweise Erhöhung der Beitragszahlungen vor, die schrittweise von jeweils acht Prozent (insgesamt 24 Prozent) auf neun Prozent (insgesamt 27 Prozent) erhöht werden sollen. Um weitere Defizite in der Rentenkasse oder auch Sozialversicherung aufzufangen, will die LSAP zudem eine gestaffelte Sozialabgabe einführen.