Subventionen für Energiewende

Kammer billigt neues Klimabonus-Regime einstimmig – fordert jedoch regelmäßige Überprüfung

Alle Parteien im Parlament unterstützten am Mittwoch das neue Klimabonus-Regime. Einstimmig verpflichteten sie den CSV-Umweltminister aber auch dazu, regelmäßig zu prüfen, ob die Subventionen auch ihren Zweck erfüllen und sozial schwächere Haushalte nicht benachteiligen.

CSV-Umweltminister Serge Wilmes will den Einwand, die Regierung wolle beim Klimabonus sparen, nicht gelten lassen

CSV-Umweltminister Serge Wilmes will den Einwand, die Regierung wolle beim Klimabonus sparen, nicht gelten lassen Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Einstimmig verabschiedete die Abgeordnetenkammer am Mittwochnachmittag zwei Gesetzentwürfe zur Förderung der Energiewende, die auch dazu beitragen sollen, dass Luxemburg und Europa unabhängiger werden von teuren Importen fossiler Energieträger wie Öl und Gas. Das erste Gesetz wird das Ende 2025 abgelaufene Klimabonus-Regime verlängern und teilweise reformieren, es gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026.

Wärmepumpen sollen künftig mit Pauschalbeträgen subventioniert werden und nicht mehr, wie bisher, nach ihrer Leistung. CSV-Umweltminister Serge Wilmes, der mit dunkelgrüner Krawatte und einem Jutebeutel im Parlament erschienen war, wehrte sich vehement gegen den Vorwurf der grünen Abgeordneten Joëlle Welfring, die „den Eindruck“ hatte, die CSV-DP-Regierung wolle mit der Reform Geld sparen, weil die Subventionen für Mehrfamilienhäuser bei Luft-Wasser-Wärmepumpen auf drei, bei geothermischen Wärmepumpen auf fünf Haushalte gedeckelt werden. Dadurch würden größere Apartmenthäuser benachteiligt, weil die Größe der Heizanlagen häufig von technischen Einschränkungen abhänge, monierte Welfring, die am Mittwoch an ihrer vorerst letzten öffentlichen Sitzung teilnahm, bevor sie im Oktober zur Europäischen Investitionsbank wechselt. Werde die bestehende Gas-oder Masut-Heizung nicht ersetzt, sondern gemeinsam mit einer Wärmepumpe in einem Hybrid-System betrieben, gelte zudem ein „Malus“-System, das die Subventionen reduziert.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren