Leistungskatalog wird ausgeweitet

Gesundheitsministerin Deprez stellt nächsten Schritt der ambulanten Wende vor

Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) hat am Mittwoch den nächsten Schritt der ambulanten Wende im Gesundheitswesen vorgestellt. Ambulante Eingriffe werden auf Urologie und Interventionen am Bauchfell ausgeweitet, die medizinische Bildgebung bleibt nur in Krankenhäusern und ihren Antennen möglich.

Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) präsentiert Neuerungen im Gesundheitswesen in der Chamber am Mittwochmorgen

Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) hat die Neuerungen am Mittwochmorgen auch in der Chamber vorgestellt Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Onkologie, Dialyse, kleinere Interventionen an Augen und Haut sowie Eingriffe im Bereich der Urologie und am Bauchfell: All das soll künftig in ambulanten Strukturen außerhalb der Krankenhäuser möglich sein. Entsprechende Pläne hat Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) am Mittwochmorgen auf einer Pressekonferenz vorgestellt. „Es ist das Kernstück des neuen rechtlichen Rahmens“, erklärt Deprez ihre Pläne den versammelten Pressevertretern. Um privatwirtschaftlichen Interessen vorzubeugen, bleibe das Initiativrecht solcher Strukturen Ärztezusammenschlüssen und – nach Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes – Ärztegesellschaften vorbehalten. Eine medizinische Bildgebung wird in den „structures ambulatoires de soins“ nicht möglich sein. „Das war keine Priorität bei den Gesprächen“, erklärt Deprez. Diese wird somit auch weiterhin nur in Krankenhäusern und Krankenhaus-Antennen möglich sein.

Gesundheitsministerin Martine Deprez pochte am Mittwoch darauf, dass mit der voranschreitenden ambulanten Wende keine Privatisierung des Gesundheitssektors vorgenommen werde. Kontrollen auf Basis der erforderlichen ministeriellen Genehmigung, beim „Collège médical“ und im Rahmen der Konventionierung mit der nationalen Krankenkasse (CNS) sollen dem vorbeugen.

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