Gegen das Recht des Stärkeren
Chamber debattiert über internationale Krisen
Wenn an gleich zwei beispiellosen internationalen Krisen der eigene Verbündete Schuld ist, muss man dringend über die Zukunft reden. Gäbe es angesichts der massiven Gewalt des iranischen Regimes gegen die Protestierenden auf den Straßen des Landes nicht schon Grund genug zur Sorge, muss sich die Chamber am Dienstag auch noch dem amerikanischen Coup in Venezuela und den Drohungen Trumps gegen Grönland widmen. Das Parlament erlebt einen Tag der Angst, der Überzeugung und des Konsens.
Die aktuelle Stunde war geprägt von viel Konsens, aber auch von Hilflosigkeit Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Sven Clement (Piraten) startet die aktuelle Stunde der Chamber. Die Vorgänge der letzten Wochen seien ein klares Zeichen, dass die Weltordnung am Zerbrechen ist. Es sei „Zeit für mehr Klarheit und mehr Wahrheit“. Dazu gehöre, dass Europa ohne Donald Trump auch nicht wehrhafter sei. „Europa hat Gefahren ignoriert, vor denen lange gewarnt wurde“, sagt Clement. „Wie sollen wir von Russland oder China respektiert werden, wenn wir noch nicht mal von unseren eigenen Verbündeten respektiert werden?“ Europa habe sich jahrzehntelang auf den Schutz der USA verlassen.