Kundgebung

Für das Recht auf Wohnen – und gegen die „Reformkosmetik“: 1.000 Menschen demonstrieren in Luxemburg

Mit rund 1.000 Teilnehmern war die erste nationale Kundgebung für ein Recht auf Wohnen in Luxemburg ein Achtungserfolg. Die Veranstalter forderten die Regierung dazu auf, schneller und konsequenter gegen die Wohnungsnot und die rasante Preisentwicklung vorzugehen. Die Demonstration am Samstag war nur ein erster Schritt. Weitere Protestaktionen sollen folgen.

Die Protestaktion wurde auf dem Platz zwischen dem alten Postgebäude und dem neuen Luxustempel Royal Hamilius abgehalten

Die Protestaktion wurde auf dem Platz zwischen dem alten Postgebäude und dem neuen Luxustempel Royal Hamilius abgehalten Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Während in der LuxExpo The Box auf Kirchberg die Wohnmesse „Home Expo“ eröffnete, fanden sich auf dem hauptstädtischen Glacis rund 1.000 Menschen zur ersten nationalen Kundgebung für ein Recht auf Wohnen ein. Der Veranstalter „Mieterschutz Lëtzebuerg“ konnte am Samstagnachmittag auf die Unterstützung von mehr als 20 Organisationen zählen, darunter der OGBL, politische Parteien aus dem linken Spektrum und Vereinigungen, die im Bereich der Integration von Migranten und Flüchtlingen aktiv sind. Ihre Route hatten sie mit Bedacht ausgewählt. Vom Glacis zog der sich über mehrere hundert Meter erstreckende Protestzug durch die avenue de la Porte-Neuve in die Oberstadt, wo die Demonstranten mit Stöcken auf Kochtöpfe trommelnd und mit Trillerpfeifen lärmend an den schicken Terrassen und Edelboutiquen vorbeizogen, um sich schließlich auf dem Platz zwischen dem alten Postgebäude und dem neuen Luxustempel Royal Hamilius der „Abu Dhabi Investment Authority“ zur eigentlichen Kundgebung zu versammeln. Selten wurden die Antagonismen der luxemburgischen Gesellschaft so sichtbar wie an diesem Samstagnachmittag.

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