Luftverkehr
Regierung sieht trotz Kerosin-Knappheit keine Gefahr für Sommerflüge
Trotz internationaler Warnungen vor möglichen Engpässen bei Flugtreibstoff rechnet die Luxemburger Regierung derzeit nicht mit größeren Einschränkungen am Findel während der Sommerferien. Gleichzeitig bereitet sich die Regierung auf mögliche Versorgungsprobleme vor und prüft zusätzliche Maßnahmen.
Die Sommerferien stehen unmittelbar bevor – doch wird der Flugbetrieb über den Sommer aufrechterhalten werden können? Foto: Editpress/Julien Garroy
In mehreren Ländern kann beobachtet werden, wie sich die Lage beim Flugtreibstoff zuspitzt. In Australien wurden bereits Flüge wegen Kerosinmangels gestrichen, in Deutschland hat die Lufthansa einzelne Verbindungen gestrichen und Flugzeuge früher als geplant außer Betrieb genommen. Auch der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft warnt davor, dass bereits im Juni erste Flüge wegen fehlenden Treibstoffs ausfallen könnten – demnach genau zu Beginn der Hauptreisezeit.
Auf eine ältere parlamentarische Anfrage hatte Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) bereits geantwortet, dass die Kerosinreserven am Findel für drei Tage reichen. Zudem war Ende März eine sogenannte „Notice to Airmen“ (Notam) veröffentlicht worden – eine offizielle Mitteilung an Fluggesellschaften mit der Aufforderung, möglichst wenig Kerosin in Luxemburg zu tanken. Diese Maßnahme wurde im folgenden Monat verlängert.