Versorgungslage
Kerosinreserven am Findel reichen für drei Tage – Airlines sollen weniger tanken
Unsicherheiten im Nahen Osten setzen Luxemburgs Kerosinversorgung unter Druck. Reserven am Findel reichen nur wenige Tage, Airlines sollen weniger tanken. Engpässe sind nicht ausgeschlossen.
„Beträchtliche Kraftstoffreserven“ der Luxair sollen kurzfristige Preisspitzen verhindern Foto: Robert Spirinelli
Mit dem anhaltenden Irankonflikt und den Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus, durch die 2024 fast 20 Prozent des weltweiten Rohölverbrauchs transportiert wurden, wächst die Sorge um die Versorgungssicherheit. Sowohl der LSAP-Abgeordnete Yves Cruchten als auch der ADR-Abgeordnete Michel Lemaire erkundigen sich in parlamentarischen Anfragen an Transportministerin Yuriko Backes (DP) nach Luxemburgs Kerosinreserven.
Das Kerosinlager am Findel fasse bis zu 6.900 m³. Das entspreche bei Normalbetrieb am Flughafen einer Autonomie von rund drei Tagen. Die tatsächlich verfügbare Reserve schwankt jedoch stark – je nachdem, wie viel über die Pipelines geliefert wird und wie viel die Fluggesellschaften entnehmen, teilt Backes mit. Im Schnitt liege der Bestand derzeit bei etwa 4.000 Kubikmetern, was einem Bedarf von rund zwei Tagen entspreche.