Ehrung in Aachen
Frieden hält Karlspreis-Rede für Von der Leyen: „Müssen unsere Regulierungen vereinfachen“
Luc Frieden hatte die EU-Kommissionspräsidentin zum Europatag nach Luxemburg eingeladen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Premierminister Luc Frieden (CSV) hat am Dienstag die Europarede bei der Überreichung des Karlspreises an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gehalten. Dabei erinnerte Luxemburgs Regierungschef an die Europäische Einheit und Souveränität, die heutigen geopolitischen Herausforderungen – und den Umstand, dass die Europäische Union dringend eine administrative Entschlackungskur gebrauchen könnte. „There is too much administrative burden on our companies“, heißt es in einem Auszug aus der Rede des Luxemburger Premierministers.
Premierminister Frieden begrüßt jedoch auch die Anstrengungen von der Leyens im Handelsstreit mit den USA und erinnerte im Aachener Dom auch an den „true spirit of Schengen“. „Denn der freie Personenverkehr ist die notwendige Folge des freien Verkehrs von Waren und Dienstleistungen. Das heißt, wir brauchen offene Binnengrenzen und starke Außengrenzen. Nationale Grenzkontrollen haben schwerwiegende Folgen für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr und Handel“, so Luxemburgs Premier. „Aber im Kern ist Schengen – wie der Euro – ein Symbol für Europa und für unsere Union. Es ist der greifbare Ausdruck unserer Werte und eines geeinten Europas.“
Wie es auf der Internetseite des Internationalen Karlspreises heißt, wird Ursula von der Leyen die Ehrung „für ihre Verdienste um die Einheit der Mitgliedstaaten, die Eindämmung der Pandemie, die Geschlossenheit des Verteidigungswillens gegen Russland und die Impulse zum Green Deal einerseits sowie zur Ermutigung gegenüber den anstehenden Aufgaben“ durch das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zuteil.
Auch Luxemburger gehören bereits zu den Empfängern des Karlspreises. So erhielt Luxemburgs Ehrenstaatsminister Jean-Claude Juncker im Jahr 2006 den Preis. 1986 wurde dem gesamten Luxemburger Volk diese Ehre zuteil.