Analyse

Fred Keups wackelige These: gendergerechte Sprache zu kompliziert für Schüler

Gendergerechte Sprache – ein Thema, das nach wie vor die Gemüter erhitzt. Laut Parlamentarier Fred Keup (ADR) gehört sie an Luxemburger Schulen vollständig verboten. Seine Argumente: Sie sei kompliziert, unnötig und „dem Volk“ von einer linksgerichteten Elite aufoktroyiert. Einer genauen Analyse halten die Einwürfe des konservativen Politikers jedoch nicht stand.

Laut ADR-Politiker Fred Keup solle man gendergerechte Sprache auch in Luxemburg verbieten

Laut ADR-Politiker Fred Keup solle man gendergerechte Sprache auch in Luxemburg verbieten Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Gendergerechte Sprache ist nach wie vor ein Politikum – gerade, wenn es um ihren Gebrauch im Bildungsbereich geht. Zum zweiten Mal dieses Jahr hat ADR-Politiker Fred Keup nun eine parlamentarische Anfrage zu dem Thema gestellt. Mit einem Verweis auf das Bildungsministerium in Frankreich, das die „écriture inclusive“ verbot, fragte Keup Bildungsminister Claude Meisch (DP), ob er vorsehe, „Frankreich auf diesem Weg zu begleiten und auch in den Luxemburger Schulen die Gendersprache im Französischen zu verbieten“. In Frankreich habe man laut Keup die Verbreitung der „Gendersprache“ gestoppt, weil diese „zu komplex“ sei und die Schüler beim Lesen und Lernen der französischen Sprache behindere. Auch sei sie „elitistisch“, weil vor allem Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten, „also schwächere Schüler“, sich damit schwertäten.

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