Streit um Gütesiegel

Fehlinformation von Ministerin Obertin: Uni.lu-Studiengänge in Psychologie wurden extern geprüft

Die Psychologie-Studiengänge der Universität Luxemburg verlieren mit dem Zusatz „of Science“ ein internationales Gütesiegel. Die Studiengänge hätten keine externe Qualitätsprozedur wie in anderen Ländern üblich durchlaufen, gibt die zuständige Ministerin Stéphanie Obertin in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage zu Protokoll. Das stimmt so allerdings nicht.

Psychologie-Studierende sorgen sich um Karrierechancen, Professoren um ihre Studierenden und die internationale Reputation der Universität

Psychologie-Studierende sorgen sich um Karrierechancen, Professoren um ihre Studierenden und die internationale Reputation der Universität Foto: Editpress/Didier Sylvestre

In einer Antwort auf eine parlamentarische Frage an den Abgeordneten Sven Clement meint Hochschulministerin Stéphanie Obertin (DP), dass die Universität Luxemburg keine externe Qualitätskontrolle durchlaufen habe, um den Studiengängen in Psychologie – wie sonst in anderen Ländern ebenfalls üblich – den Zusatz „of Science“ zu genehmigen. „Im Prinzip wird in den Ländern, in denen diese Bezeichnungen (of Arts, of Science; Anm. d. Red) vorgesehen sind, im Rahmen einer externen Qualitätskontrollprozedur oder bei der Akkreditierung überprüft, ob die vorgeschlagenen Bezeichnungen für das Studienprogramm passend und gerechtfertigt sind“, schreibt Obertin. „Auch das ist im Moment an der Universität Luxemburg nicht der Fall.“

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