Nach Expertenbericht

Eine Frage der Verantwortung: Nationale Ethikkommission plädiert für Gleichbehandlung im Falle einer Impfpflicht

Die Luxemburger Regierung hat sich vergangene Woche vorerst gegen die Einführung einer Impfpflicht entschieden, wohingegen das Expertengremium eine Impfpflicht ab 50 Jahren empfohlen hatte. Die Nationale Ethikkommission spricht sich auf Tageblatt-Nachfrage hin sogar für eine allgemeine Impfpflicht aus. Grund: Für sie steht das gemeinschaftliche Interesse im Mittelpunkt.

„Das ist aber eine Verantwortung, die jeder Mensch ab 18 Jahren übernehmen müsste“, meint ein Sprecher der Nationalen Ethikkommission 

„Das ist aber eine Verantwortung, die jeder Mensch ab 18 Jahren übernehmen müsste“, meint ein Sprecher der Nationalen Ethikkommission  Symbolfoto: AFP/Pedro Pardo

Vorerst wird es in Luxemburg keine Impfpflicht geben. Das teilte der Regierungsrat am vergangenen Freitag (8. Juli) mit. Im großen Ganzen scheinen sich auch die Chamber-Abgeordneten darüber einig zu sein, dass eine Impfpflicht zu diesem Zeitpunkt unverhältnismäßig wäre – und das, obwohl sich das fünfköpfige Expertengremium in seinem Bericht für eine Impfpflicht ab 50 Jahren ausgesprochen hatte. Das Tageblatt hat die Nationale Ethikkommission (CNE) gefragt, ob diese Entscheidung ethisch vertretbar ist.

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