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Ein Drittel der Arbeitsmigranten verlässt Luxemburg wieder im Jahr nach seiner Ankunft

Gastarbeiter kommen immer häufiger aus Drittstaaten und arbeiten in der Wissenschafts-, Finanz- und Versicherungsbranche. Rund 30 Prozent von ihnen verlassen Luxemburg wieder im Jahr nach ihrer Ankunft, 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Immer mehr Grenzpendler kommen ursprünglich aus Portugal und Osteuropa und arbeiten in Niedriglohnsektoren.

Neueinstellungen Luxemburg 2024: 38,3% aus Nicht-EU-Ländern, viele planen Rückkehr oder bleiben nicht langfristig

2024 kamen 38,3 Prozent der Neueingestellten auf dem Luxemburger Arbeitsmarkt aus Ländern außerhalb der EU, viele wollen oder müssen gleich wieder weg Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die luxemburgische Wirtschaft ist seit 20 Jahren in immer höherem Maße auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Seit 2002 ist die Zahl der im Ausland geborenen Neuzugänge auf dem Luxemburger Arbeitsmarkt um jährlich zwei Prozent gestiegen. Im Jahr 2024 wurden fast 90 Prozent der neu eingestellten Beschäftigten nicht in Luxemburg geboren. Diese Entwicklung betrifft sowohl Einwanderer als auch Grenzgänger. Diese Zahlen gehen aus dem vergangene Woche veröffentlichten Bericht „Luxtalent“ hervor, den das Wirtschaftsministerium beim Liser in Auftrag gegeben hat.

In letzter Zeit seien einige bemerkenswerte Veränderungen zu beobachten, schreiben die für den Bericht verantwortlichen Forscher Eric Guastalli, Laetitia Hauret und Joël Machado. Während die Zahl der Grenzgänger aus Frankreich gestiegen ist, kommen aus Belgien und Deutschland immer weniger Pendler nach Luxemburg. In den vergangenen 20 Jahren habe sich auch die Zusammensetzung der Grenzgänger stark verändert. Viele der neuen Pendler stammten ursprünglich aus einem anderen Land als den Nachbarstaaten – etwa aus Portugal oder Osteuropa. In der Grenzregion lassen sie sich vermutlich nieder, weil sie in Luxemburg keine bezahlbare Wohnung finden. Die Zahl der portugiesischen Gastarbeiter sei in Luxemburg rückläufig, während sie in den Nachbarländern zunehme, heißt es in dem Bericht.

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