Caritas-Kommission belogen?
Djuna Bernard: Millionenstrafe widerspricht Spuerkeess-Aussagen
Die Spuerkeess beteuerte noch im Mai vor der Caritas-Kommission, alles sei korrekt abgelaufen. Nun wurde die Bank zu einer Geldstrafe von fast 5 Millionen Euro verdonnert. Ein Widerspruch, der nun scharfe Kritik auslöst.
Hat die Spuerkeess in der Caritas-Spezialkommission gelogen? Foto: Robert Spirinelli
Alles ordnungsgemäß – oder doch nicht? Am Mittwoch teilte die „Commission de surveillance du secteur financier“ (CSSF) allerdings mit, dass bei der Spuerkeess Vor-Ort-Prüfungen im Rahmen der Bekämpfung von Geldwäsche stattgefunden haben. Dabei konnten „strukturelle Schwächen“ bei der Kontrolle bestimmter Transaktionen festgestellt werden. Dafür kassierte die Bank eine Geldstrafe von 4.968.780 Euro. Die Spuerkeess bestätigte die Aussagen der Finanzaufsicht am Donnerstag. Die Caritas-Affäre wird zwar weder von der CSSF noch von der Spuerkeess explizit erwähnt, jedoch ist die Geldstrafe in diesem Zusammenhang einzuordnen.