Luxemburg 

„Die Chafea hat Symbolcharakter“: Europäische Exekutivagentur wird aufgelöst

Die Geschichte um die europäische „Exekutivagentur für Verbraucher, Gesundheit, Landwirtschaft und Lebensmittel“ (Chafea) ist eine, die weitreichende Konsequenzen für Luxemburg haben könnte. Es geht um den Standort als Sitz europäischer Institutionen. Die Vorgehensweise der Europäischen Kommission wirkt – gelinde gesagt – rücksichtslos. Gewerkschaftler reiben sich die Augen und den rund 85 Chafea-Mitarbeitern bleiben drei Monate Zeit, ihr Leben umzuorganisieren.

Der Sitz der „Chafea“ in Luxemburg. 85 Menschen arbeiten bei der Exekutivagentur der Europäischen Kommission. Wer nicht nach Brüssel will, für den endet das Arbeitsverhältnis zum 31. Dezember dieses Jahres mit einer zweimonatigen Auflösungsfrist. 

Der Sitz der „Chafea“ in Luxemburg. 85 Menschen arbeiten bei der Exekutivagentur der Europäischen Kommission. Wer nicht nach Brüssel will, für den endet das Arbeitsverhältnis zum 31. Dezember dieses Jahres mit einer zweimonatigen Auflösungsfrist.  Foto: Editpress/Julien Garroy

Tamara Mueller* arbeitet seit mehr als zehn Jahren bei der „Consumers, Health, Agriculture and Food Executive Agency“ (Chafea). Die europäische Agentur hat seit 15 Jahren ihren Sitz in Luxemburg. Das ist praktisch seit ihrer Existenz in Luxemburg. „Wir hätten dieses Jahr unser 15-jähriges Bestehen gefeiert“, sagt sie. Daraus wird nichts, denn ihr kollegiales Umfeld und ihr Büro wird es zum 31. Dezember dieses Jahres nicht mehr geben.

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