Kritische Einordnung
Der unmögliche Spagat: Die Trennung von Kirche und Staat im Angesicht des Papstbesuches
Mit Papst Franziskus ist nicht nur ein Staatsoberhaupt am Donnerstag in Luxemburg eingekehrt, sondern auch das Oberhaupt der katholischen Kirche. Kein Staatsbesuch wie jeder andere, bei dem eine Überraschung nicht ausblieb.
Wenn Kardinäle über Staats- und Regierungschefs thronen Foto: SIP
Bei strömendem Regen hat Papst Franziskus in Luxemburg einen achtstündigen Zwischenstopp auf seiner Reise nach Belgien eingelegt. Dass es kein Staatsbesuch wie andere auch werden würde, zeigte sich bereits bei der Ankunft am Flughafen, wo sich nebst weltlichen Würdenträgern auch zahlreiche Kardinäle und Bischöfe eingefunden hatten. Die Trennung zwischen Kirche und Staat, die unter der vorigen linksliberalen Regierung im Jahr 2018 vollzogen wurde, war bereits in den Anfangsminuten der Visite nicht mehr existent – auch wenn Premierminister Luc Frieden (CSV) später in seiner Rede explizit darauf verwies.