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Der Verkehrsschöffe von Luxemburg-Stadt plädiert für Radare – und grundsätzliches Tempo 30

Nach dem schweren Unfall mit drei Toten im hauptstädtischen Ortsteil Neudorf am Montag (6.3.) hat sich der Verkehrsschöffe Patrick Goldschmidt am heutigen Mittwoch gegenüber dem Radiosender 100,7 dafür ausgesprochen, in den Eingangsstraßen der Stadt Radare aufzustellen.

Die Anzeichen, dass eine über das erlaubte Tempo 50 hinausgehende Geschwindigkeit beim schweren Unfall mitursächlich war, sind deutlich

Die Anzeichen, dass eine über das erlaubte Tempo 50 hinausgehende Geschwindigkeit beim schweren Unfall mitursächlich war, sind deutlich Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Obwohl die Unfallursache für den Unfall mit drei Toten noch nicht offiziell bekannt ist, deuten die Umstände darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine wichtige Rolle gespielt hat.

Im Gespräch mit Radio 100,7 hat sich der Verkehrsschöffe Patrick Goldschmidt dafür ausgesprochen, einerseits über Radare die gefahrenen Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Er hoffe, dass die entsprechenden Geräte in den nächsten Jahren auch in Wohngebieten zum Standard werden.

Außerdem sprach Goldschmidt sich dafür aus, in der Stadt generell Tempo 30 als zulässige Höchstgeschwindigkeit zu bestimmen – mit der ausdrücklichen Möglichkeit, weiterhin Ausnahmen zuzulassen, wo dies nötig und sinnvoll sei.

Mit dieser Idee ist Goldschmidt nicht alleine. Auch die „Sécurité routière“ hat ihre entsprechende Forderung gerade erst wiederholt. (Und auch unser Chefredakteur Armand Back hat sich in einem Kommentar kürzlich entsprechend geäußert.)

Der ebenfalls von 100,7 zum Thema befragte Stadtrat François Benoy („déi gréng“) spricht sich dafür aus, entsprechende Maßnahmen etwa durch bauliche Mittel wie Schikanen zu forcieren – und fordert generell ein „grundsätzliches Umdenken“. Es müsse gewährleistet werden, dass man auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad von einem Punkt zum anderen kommt – und dass der Autoverkehr nicht mehr bevorzugt behandelt wird. 

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