Neuer CFL-Präsident

„Der Service soll besser werden und die Verspätungen sollen abnehmen“

Mitte Juni hat Jean-Paul Lickes (57) Jeannot Waringo als Verwaltungsratsvorsitzenden der CFL abgelöst. Im Interview mit dem Tageblatt erklärt der hohe Beamte im Mobilitätsministerium, wieso Luxemburg kaum über Direktverbindungen in europäische Großstädte verfügt, weshalb in den Ferien häufig kein Zug nach Esch fährt, und gewährt einen Ausblick in die Mobilität der Zukunft.

Neben seinem Amt als CFL-Präsident ist Jean-Paul Lickes im Mobilitätsministerium Koordinator der EU-Ratspräsidentschaft 2029

Neben seinem Amt als CFL-Präsident ist Jean-Paul Lickes im Mobilitätsministerium Koordinator der EU-Ratspräsidentschaft 2029 Foto: Editpress/Julien Garroy

Tageblatt: Als promovierter Chemiker waren Sie zehn Jahre Direktor des Wasserwirtschaftsamts. Vor zwei Jahren hat DP-Mobilitätsministerin Yuriko Backes Sie zum Leiter der von ihr neu geschaffenen „Direction générale mobilité, circulation et infrastructures de transport“ ernannt, seit Mitte Juni sind Sie Verwaltungsratspräsident der CFL. Was qualifiziert Sie für dieses Amt?

Jean-Paul Lickes: Als Direktor des Wasserwirtschaftsamts musste ich mich viel um Management kümmern, Leute führen, darauf achten, dass das Budget eingehalten wird. Zudem kenne ich den Staatsapparat recht gut. Ein anderer Grund für meinen Wechsel ins Mobilitätsministerium war, dass ich noch etwas anderes machen wollte. Mobilität ist und bleibt ein technischer Bereich; als Wissenschaftler, der es gewohnt ist, mit Zahlen zu arbeiten, hat mich das schon immer interessiert. Nicht zuletzt bin ich seit jeher im Umweltschutzbereich zu Hause und Mobilität heißt auch Dekarbonisierung. Im Ministerium war ich zwei Jahre für alle Arten von Mobilität zuständig: Bahn, Bus, Straßensicherheit. Die Bahn hat mich besonders fasziniert.

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