Pierre Liébaert

De leschte Lakert huet eis verlooss

Am Freitag vergangener Woche ist der ehemalige Unternehmer und ehemalige Kommunalpolitiker Pierre Liébaert im Alter von 84 Jahren gestorben. Er sah sich als einer der letzten „Lakerten“ im Land und hatte kein Problem damit, sich als „Lompekréimer“ zu bezeichnen. Dieser Tätigkeit wollte er bereits als Kind nachgehen, wie er uns vor einigen Jahren erzählte. Und tat dies schließlich auch mit viel Erfolg. 

Pier Liébaert während unseres Gesprächs im Jahr 2020

Pier Liébaert während unseres Gesprächs im Jahr 2020 Foto: Guy Kemp

Pierre Liébaert wurde am 8. September 1940 im Pfaffenthal in dem Haus geboren, wo einst auch der luxemburgische Komponist Laurent Menager zur Welt kam. Die Mutter, Catherine Toussaint, stammte aus dem Pfaffenthal. „Meng Mamm huet um Schräinesch Eck gewunnt, do, wou elo de Lift steet. Si huet do um Späicher gewunnt“, erzählte Pierre. Der Vater, Jean Liébaert, war als französischer Soldat nach dem Ersten Weltkrieg in Luxemburg stationiert. Die Mutter sei bereits als junges Mädchen mit Nähzeug in Ettelbrück und Umgebung hausieren gegangen. Zu jener Zeit seien die Leute noch nicht so wie heute in die Geschäfte der Hauptstadt gekommen. Der Vater, der kein „Lakert“ war, arbeitete anfangs „op der Schmelz“, hätte sich aber wegen Gelenkrheumatismus auf Anraten des Arztes beruflich umorientiert: Die Eltern kauften sich einen Wagen und ein Pferd und gingen auf Tour, Lumpen sammeln.

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