Ali Ruckert, KPL-Präsident und Chefredakteur der ZLV

„Das kann doch nicht das Ende der Geschichte sein!“

Beim nächsten Nationalkongress will Ali Ruckert nach 27 Jahren den Vorsitz der Kommunistischen Partei abgeben. Chefredakteur der „Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek“ will der 71-jährige Journalist weiterhin bleiben. Im Interview spricht er über die Beziehung der Zeitung zur Partei und erklärt, warum die KPL sich nicht nur personell erneuern muss.

Die Kommunistische Partei müsse besser erkennen, wo bei den „schaffende Leit“ der Schuh drückt, sagt Ali Ruckert

Die Kommunistische Partei müsse besser erkennen, wo bei den „schaffende Leit“ der Schuh drückt, sagt Ali Ruckert Foto: Editpress/Alain Rischard

Tageblatt: Die „Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek“ (ZLV) feiert dieses Jahr 80-jähriges Bestehen. Wo steht die Zeitung heute, was macht sie aus?

Ali Ruckert: Grundsätzlich tritt die Zeitung heute noch für dieselben Werte ein, auf denen sie gegründet wurde: möglichst breit zu informieren über die gesellschaftlichen Fortschritte und politischen Verbesserungen in der Gesellschaft. Sie berichtet über die Organisationen, die sich für ein solidarischeres und gerechteres Luxemburg einsetzen. Heute ist die ZLV nicht mehr nur an der Seite der Kommunistischen Partei, sie unterstützt auch die fortschrittliche Gewerkschaftsbewegung. Sie richtet sich an die Gesamtbevölkerung, informiert und kommentiert aber in einer Sprache, die auch die Arbeiter verstehen.

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