Interview

Dan Kersch über vergangene und zukünftige Krisen: „Müssen heilige Kühe schlachten“

Dan Kersch scheint sich in seiner Rolle als Abgeordneter pudelwohl zu fühlen. Der 61-jährige Ex-Minister der LSAP hat bei der Rede zur Lage der Nation und zur Steuerdebatte deutlich Stellung bezogen – und den Koalitionspartner DP dabei offen kritisiert. Während einige darin ein Aufbrechen der Koalition erkennen wollen, begrüßen andere wiederum die neu aufgekommene Streitlust in der Chamber. Das Tageblatt hat sich mit dem ehemaligen Bürgermeister, Ex-Minister und Neu-Abgeordneten in den Reihen der LSAP getroffen.

Seine Idee für eine Corona-Steuer begründet Dan Kersch nicht mit seinen politischen Ansichten – sondern mit reiner Arithmetik

Seine Idee für eine Corona-Steuer begründet Dan Kersch nicht mit seinen politischen Ansichten – sondern mit reiner Arithmetik Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Sei es, ob er einen Koalitionspartner als „nieft der Plack“ bezeichnet oder die Verteidigungsausgaben der eigenen Koalition kritisiert: Dan Kersch bringt als Abgeordneter frischen Wind in die Chamber. Auch in der aktuellen Debatte zur Steuerreform und Schuldengrenze hält sich der LSAP-Abgeordnete nicht mit Kritik zurück. Das entspreche auch nicht seinem Politikverständnis, sagt Kersch im Tageblatt-Interview. Ein Gespräch über willkürliche Schuldengrenzen, Märchen der Opposition, (un)klare Kommunikation – und den Mut, auch mal eine heilige Kuh schlachten zu wollen.

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