Blutspendezentrum

39 Millionen Euro vom Staat: „Croix-Rouge“ versäumt öffentliche Ausschreibung

Mit 39 Millionen Euro will sich der Staat am Blutspendezentrum in der neuen „Maison de la Croix-Rouge“ auf Howald beteiligen. Ein Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass diese Subvention nicht rechtswidrig wäre, die „Croix-Rouge“ den Bau des neuen Gebäudes jedoch hätte ausschreiben müssen. Und der Staat dafür die Haftung tragen könnte.

Laut einem Rechtsgutachten hätte die „Croix-Rouge“ den Bau ihres neuen Gebäudes auf Howald wohl ausschreiben müssen

Laut einem Rechtsgutachten hätte die „Croix-Rouge“ den Bau ihres neuen Gebäudes auf Howald wohl ausschreiben müssen Foto: Editpress/Alain Rischard

Nächstes Jahr will das luxemburgische Rote Kreuz sein neues Gebäude in der rue des Scillas auf Howald eröffnen, das es seit acht Jahren plant und seit drei Jahren baut. Die 13.500 Quadratmeter große, fünfstöckige „Maison de la Croix-Rouge“ mit großem unterirdischem Parkhaus soll den Großteil der über 20 Dienste der Hilfsorganisation und über 450 Mitarbeiter an einem Standort vereinen. Auch das 50 Jahre alte Blutspendezentrum soll vom Boulevard Joseph II in das neue Haus umziehen.

Die Gesamtkosten für den Bau (samt Grundstückspreis und Ausstattung) belaufen sich auf 130 Millionen Euro. Finanziert wird es zum größten Teil über den Tausch eines in den 1920er Jahren vom Roten Kreuz auf dem „Geesseknäppchen“ erworbenen Grundstücks mit dem Bauträger Iko Real Estate, der die „Maison de la Croix-Rouge“ entwickelt. 2021 sagte ein Sprecher der Hilfsorganisation dem Tageblatt, nach dem Grundstückstausch und Immobilienverkäufen stehe noch ein Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro aus, allerdings seien noch „Zuschüsse aus öffentlicher Hand zu erwarten, über die noch keine Klarheit bestehe“.

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