Grenzschließungen
Bürgermeister aus Luxemburg und Deutschland beklagen „untragbare Zustände“
Die Grenzkontrollen werden noch bis Mitte Mai verlängert. Mit dieser Ankündigung verärgerte der deutsche Innenminister Horst Seehofer nicht nur die deutschen Grenzgänger, die tagtäglich nach Luxemburg zur Arbeit fahren. 13 Bürgermeister der Grenzregion haben sich in einem Brief an Außenminister Jean Asselborn gewandt und um Hilfe gebeten. Asselborn hat diesen Ruf gehört und sich nun selbst an Seehofer gewandt – und den deutschen Politiker deutlich kritisiert.
Am Dreiländereck Deutschland – Luxemburg – Frankreich in Perl kontrolliert auf deutscher Seite die Bundespolizei den nach Deutschland einfahrenden Verkehr. In der Coronavirus-Krise führte Deutschland am Montag umfassende Kontrollen und Einreiseverbote an den Grenzen ein, auch zu Luxemburg. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Von untragbaren Zuständen berichtet Jacques Sitz, Bürgermeister der Gemeinde Remich, dem Tageblatt. „Ganz ganz schlëmm.“ Ähnlich dürften es wohl viele der 13 Bürgermeister der Grenzgemeinden auf deutscher und Luxemburger Seite sehen, die sich nun mit einem Hilferuf an Außenminister Jean Asselborn gerichtet haben. Die Verlängerung der Grenzschließungen bis Mitte Mai, angeordnet vom deutschen Innenminister Horst Seehofer, kommentiert Jacques Sitz hörbar verärgert wie folgt: „Wat de Seehofer do rëm vu sech gëtt …“