Corona

Bettel: „Die meisten Maßnahmen werden gelockert“ – Keine Masken in der Schule mehr

Premierminister Xavier Bettel bei der Pressekonferenz am Freitag

Premierminister Xavier Bettel bei der Pressekonferenz am Freitag Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Premierminister Xavier Bettel (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) haben am Freitagmittag die Rücknahme von Coronamaßnahmen in Luxemburg angekündigt. „Die meisten Corona-Maßnahmen werden gelockert“, sagte Premierminister Xavier Bettel nach dem Regierungsrat am Freitag. „Wir müssen weiterhin aufpassen, deswegen halten wir die Maßnahmen bei den besonders gefährdeten Personen aufrecht.“

An anderen Stellen werden die Restriktionen aber zurückgefahren. Demnach entfällt die 3G-Regelung nahezu komplett – lediglich in den Krankenhäusern, Altersheimen und im öffentlichen Transport bleiben Maskenpflicht und  3G-System bestehen. Das heißt: Auch in Geschäften, bei Sport und Veranstaltungen, in Cafés und Restaurants wird das Covid-Check-System entfallen. 

In den Schulen entfällt die von Bildungsminister Claude Meisch Anfang Januar verhangene Maskenpflicht. In den Schulen werden noch immer Schnelltests gemacht, diese werden aber von drei auf einen pro Woche heruntergefahren. Wann genau die neuen Regeln in Kraft treten, ist noch ungewiss.

„Wie mit einer Grippe leben“

Paulette Lenert erklärte, dass die Schritte nur wegen der größeren Impfbereitschaft in den höheren Altersklassen zu verantworten seien. „Wir haben nicht mehr die Situation, dass verschiedene Abteilungen riskieren, überlastet zu werden“, sagte Lenert. Die Isolation bleibe vorerst bestehen. „Wir müssen aber lernen, mit Corona wie mit einer Grippe oder anderen Infektionskrankheiten umzugehen.“

Bettel thematisierte bei der Pressekonferenz auch den Krieg in der Ukraine. „Die Mitgliedschaft in der EU und in der NATO sind der stärkste Garant für den Frieden“, sagte Bettel. Es würden weiterhin diplomatische Anstrengungen unternommen werden, um eine Waffenruhe in der Ukraine zu erreichen – auch wenn diese bislang nicht das gewünschte Resultat erzielen würden. Bettel hatte am Donnerstag die ersten ukrainischen Flüchtlinge empfangen, die in Luxemburg angekommen sind. „Sie haben alles stehen lassen, können sich aber in Luxemburg nun in Sicherheit wähnen.“

Den russischen Mitbürgern, die den Krieg in der Ukraine nicht unterstützen, sprach Bettel seine Solidarität aus und warnte davor, in eine allgemeine Russenphobie zu verfallen. 

Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf Tageblatt.lu 

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

„Wenn einer starb, lachten unsere Entführer“

Yonas Abrahaley über seinen Weg von Eritrea an den Luxemburger Finanzplatz

Wegen mangelnder Genauigkeit

Staatsrat lehnt Gesetz zur Finanzierung des Transportsyndikats TICE ab