Luxemburg

Angstzustände, Einsamkeit, Depression – Die Psychiatrie und die Folgen der Pandemie

Vergangene Woche hatten Premierminister Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert im Laufe einer Pressekonferenz u.a. gesagt, dass immer mehr Mitbürger psychische Probleme aufweisen würden, die wohl auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen erforderlichen Schutzmaßnahmen zurückzuführen seien. Wir fragten nach.

Die Menschen kämpfen derzeit verstärkt mit Angstzuständen, den Folgen der Isolation, der Einsamkeit und deren Auswirkungen auf den seelischen Zustand

Die Menschen kämpfen derzeit verstärkt mit Angstzuständen, den Folgen der Isolation, der Einsamkeit und deren Auswirkungen auf den seelischen Zustand Symbolfoto: dpa/Sina Schuldt

Engpässe bei den Betten, volle Psychiatrien, stark eingeschränkte Therapiemöglichkeiten: Die Behandlung von psychisch Kranken werde in der Coronavirus-Pandemie zunehmend schwieriger. Der Lockdown erschwere die Arbeit der Spezialisten gleich in vielerlei Hinsicht. So schrieb Journalistin Michèle Zahlen (reporter.lu) am 29. April letzten Jahres: „Es kommen immer mehr Patienten wegen schweren psychiatrischen Notfällen“, unterstrich damals Dr. Paul Hédo, leitender Arzt der Psychiatrie-Abteilung des „Centre hospitalier de Luxembourg“ (CHL). „Teilweise, weil ihre übliche Betreuung in Versorgungsstrukturen oder beim behandelnden Psychiater nicht mehr angemessen gewährleistet ist. Teils sind es auch Patienten, die bisher keine größeren psychischen Probleme hatten.“

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