Gesundheitspolitik

Ärztegewerkschaften AMMD und MSH bilden gemeinsame „Front“

Nach den öffentlich und intern geführten Kontroversen der vergangenen Wochen um Mini-Kliniken und die Kommerzialisierung der Medizin ist die Ärzteschaft nach der ordentlichen Generalversammlung der AMMD am Mittwochabend im Double Tree Hotel in Dommeldingen wieder geschlossen aufgetreten.

AMMD-Präsident Dr. Chris Roller

AMMD-Präsident Dr. Chris Roller Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekräftigten AMMD-Präsident Chris Roller und Monique Reiff, Vorsitzende der von angestellten Krankenhausärzten des CHL gewissermaßen als Konkurrenz zur liberalen AMMD gegründeten und vor einigen Wochen auch für liberale Krankenhausärzte geöffneten Vereinigung „Médecins du secteur hospitalier“ (MSH), ihren gemeinsamen Willen, das Luxemburger Gesundheitssystem grundlegend zu reformieren. Trotz zum Teil unterschiedlicher Ansätze, verfolge man das gleiche Ziel, das gesamte System zu überdenken und die Mittel der Krankenkasse anders und effizienter einzusetzen, sagte Reiff. Bei den Verhandlungen mit der Gesundheitskasse CNS über eine neue Konvention wurde am Mittwoch die nationale Repräsentativität der eigenen Angaben zufolge 1.500 Mitglieder zählenden AMMD bestätigt. Die MSH, die seit ihrer Satzungsänderung vor zwei Wochen ihre Mitgliederzahl auf rund 200 verdoppelt hat, erhält bei den Verhandlungen Beobachterstatus. Richtig beginnen sollen die Verhandlungen mit der CNS erst am Donnerstagnachmittag.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Menschenrechte

Der in Luxemburg ansässige Konzern Ternium steht weiter in der Kritik

Tuning und Regeln für alle

Was E-Scooter-Fahrer wissen müssen

Brasilien

Bolsonaro & Söhne: Der Clan schlägt zurück