Chemikalien

AKW Cattenom will Grenzwerte für Einleitungen in Mosel erhöhen – Luxemburg fordert Klarheit

Das Atomkraftwerk Cattenom darf in Zukunft tonnenweise Desinfektionsmittel in die Mosel kippen. In Luxemburg reagiert man verstimmt auf die zusätzliche Belastung für die Wasserqualität.

Mosel-Fluss mit Industrie im Hintergrund, symbolisiert mögliche Auswirkungen erhöhter Einleitungsgrenzwerte auf Wasserqualität

Es ist nicht ganz klar, wie sich die Erhöhung der Einleitungsgrenzwerte auf die Wasserqualität der Mosel auswirken wird Foto: Christophe Karaba/dpa

Die Elektrizitätsgesellschaft EDF (Électricité de France) hat einen Antrag an die französische „Autorité de sûreté nucléaire et de radioprotection“ (ASNR) zur verstärkten Nutzung von Monochloramin im Atomkraftwerk Cattenom gestellt und somit für eine Erhöhung ihrer jährlichen Einleitungsgrenzwerte. Das AKW wollte den Stoff ganzjährig einsetzen können – davon bis zu 112 Tage verstärkt. Der Antrag wurde am 17. März 2026 angenommen. Bisher war ein kontinuierlicher Einsatz über sechs Monate vorgesehen, sodass Cattenom „mehrfach sehr nahe an die derzeitigen Grenzwerte für die jährlichen Einleitungen von Chloriden und Natrium herankam“, geht aus dem Untersuchungsbericht der ASNR hervor.

Kernkraftwerk kippt Hunderte Tonnen Chemikalien in Fluss

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