Schätzungen der Krankenkasse

9.200 Anrufe im Monat: So oft fragen Versicherte bei der CNS nach ihren Anträgen

Rund 420 Mal klingelt bei der CNS am Tag das Telefon. Das Anliegen: Versicherte erkundigen sich nach dem Bearbeitungsstand ihrer Anträge. Eine digitale Nachverfolgung gibt es bislang nicht.

Bei der CNS gehen nach Schätzung der Krankenkasse rund 9.200 Anrufe pro Monat zum Stand von Anträgen ein

Bei der CNS gehen nach Schätzung der Krankenkasse rund 9.200 Anrufe pro Monat zum Stand von Anträgen ein Symbolbild: Editpress-Archiv

Ein Antrag bei der Krankenkasse ist eingereicht – doch wie geht es danach weiter? Für Versicherte ist derzeit nicht immer nachvollziehbar, ob ihr Dossier bearbeitet wird oder ob noch Unterlagen fehlen. Ein aktueller Leserbrief schilderte einen solchen Fall: Bei einem Antrag auf eine Zahnbehandlung wurde das Dossier offenbar ausgesetzt, weil noch Dokumente fehlten. Die Betroffenen erfuhren davon allerdings erst, nachdem sie selbst bei der Krankenkasse (CNS) nachgefragt hatten.

Genau diese Problematik war auch Thema einer parlamentarischen Anfrage der DP-Abgeordneten Corinne Cahen. Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) erklärt in ihrer Antwort, dass Versicherte den Stand ihrer Anträge derzeit über die üblichen Kontaktwege der CNS erfragen können – unter anderem über die allgemeine Telefonnummer. Die Anfragen werden vom „Service Accueil et Information“ bearbeitet und bei spezifischeren Fragen an den zuständigen Dienst weitergeleitet.

Rund 9.200 Anfragen pro Monat

Wie groß der Bedarf an solchen Auskünften ist, lässt sich laut Deprez nicht exakt beziffern. Die Gründe für die Anrufe werden nicht systematisch erfasst. Die Krankenkasse geht jedoch davon aus, dass sich rund 9.200 Anrufe pro Monat mit dem Stand eines Antrags beschäftigen. Das entspricht etwa 420 Anrufen pro Tag beziehungsweise rund 17 Prozent aller täglich eingehenden Anrufe. Die Zahlen sind allerdings lediglich eine Schätzung, betont die Ministerin.

Gesetzliche oder statutarische Fristen für die Bearbeitung solcher telefonischen Anfragen gibt es laut Deprez nicht. Die Mitarbeiter der CNS würden sich jedoch bemühen, die Anträge so „schnell wie möglich“ zu bearbeiten.

Digitale Lösung geplant

Langfristig soll sich die Situation für Versicherte verbessern. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie will die CNS den Austausch von Dokumenten schrittweise digitalisieren. Zudem soll es künftig möglich werden, den Bearbeitungsstand eines Antrags online einzusehen und zu erkennen, ob noch Unterlagen fehlen. Die CNS arbeitet dafür unter anderem mit dem staatlichen IT-Zentrum CTIE zusammen.

Wann eine solche Möglichkeit konkret verfügbar sein wird, geht aus der Antwort der Ministerin nicht hervor. Bis dahin bleibt Versicherten bei Fragen zum Bearbeitungsstand vor allem der telefonische Kontakt mit der CNS. (DJ)

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