Afghanistan

Wie Jean Asselborn und ein „Engel“ eine junge Frau vor dem Taliban-Horror retteten

Weil zwei Männer mehr taten, als sie hätten tun müssen, bescherten sie einer jungen Frau während der Taliban-Machtergreifung vor fünf Jahren ein neues Leben in Luxemburg. Sie wusste, ihre Chance zu nutzen.

Retter in der Not: Sima Samar mit ihren Eltern bei Jean Asselborn

Retter in der Not: Sima Samar mit ihren Eltern bei Jean Asselborn Foto: privat

„In diesem Moment verspürte ich ein starkes Gefühl der Erleichterung und Hoffnung“ – so schildert Sima Samar eine „zutiefst überraschende und bewegende“ Begegnung auf dem Budapester Flughafen am 16. September 2021. Die junge Dame hatte keinen Geringeren als Jean Asselborn getroffen. Der damalige luxemburgische Außenminister hatte an dem Tag den grün-liberalen Bürgermeister Gergely Karácsony besucht und Sima bei der Gelegenheit persönlich unter seine Fittiche genommen.

Das abenteuerlichste Kapitel ihres Dramas, das nicht nur einmal knapp an einer Tragödie vorbeigeschrammt war, hatte die Afghanin zu diesem Zeitpunkt schon überstanden. „Die respektvolle und mitfühlende Art, wie er mit mir sprach, gab mir Zuversicht und neuen Mut“, erinnert sie sich zurück an die erste Begegnung mit dem Repräsentanten einer für sie völlig neuen Welt, die nun die ihre werden sollte, weil die alte Heimat gerade wieder einmal zur Hölle, vor allem für Frauen, mutierte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Ali Ruckert, KPL-Präsident und Chefredakteur der ZLV

„Das kann doch nicht das Ende der Geschichte sein!“