Editorial
Vom Gas gehen – was wird Energie im Winter in Luxemburg kosten?
Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Auch wenn die Prognosen von Statec Mitte vergangener Woche einigermaßen apokalyptisch klangen – schlimmstenfalls drei Indextranchen bis Mitte nächsten Jahres und bis zu 140 Prozent Zuschlag beim Gaspreis bis zum Winter: In der Luxemburger Politik herrscht noch Gelassenheit. Die nächste Tripartite gibt’s frühestens im September, sagt der Premier, als ob die Statec-Prognosen bis dahin völlig anders aussehen würden. Ironie der Geschichte: Während die letzte Tripartite im März auf unvollständigen Daten basierte, weil der Krieg erst in der Statec-Prognose vom Mai voll reflektiert wurde, wird die nächste möglicherweise auf veralteten Daten basieren, weil die Politik in der Urlaubszeit keine Probleme wälzen will. Immerhin herrscht zumindest hinsichtlich dieser Gemächlichkeit einmal eine Art Konsens. Luxemburg im Jahr 2022.