Editorial
Ukraine-Krieg: Putin und Kim Jong-un drehen an der Eskalationsschraube
Nordkoreas kommunistischer Diktator Kim Jong-un (l.) schickt Wladimir Putin tausende Soldaten für dessen imperialistischen Krieg in der Ukraine Foto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Die russische Führung dreht in ihrem Krieg gegen die Ukraine wieder einmal gehörig an der Eskalationsschraube: Zu Tausenden sollen nordkoreanische Soldaten auf den osteuropäischen Schlachtfeldern Russland dabei helfen, sich wieder Respekt beim „Westen“ zu verschaffen. Denn dieser habe es seinem Land an eben diesem Respekt missen lassen, erklärte der russische Machthaber Wladimir Putin jüngst seine Beweggründe für den Angriffskrieg gegen das Nachbarland. Gemeint waren damit die Beitritte der mittel- und osteuropäischen Staaten zur NATO, für die vorerst die Menschen in der Ukraine den Kopf hinhalten müssen. Dass selbstverständlich viel gewichtigere Bedenken den Kreml-Herrscher zum Einmarsch in das Nachbarland bewogen, hat dieser teilweise selbst dargelegt, worauf aber hier nicht weiter eingegangen werden soll.