Editorial
Nach der Zäsur: Zweifel an CDU-Chef Friedrich Merz angebracht
CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz: Geht es mit ihm wirklich nach vorne? Foto: John MacDougall/AFP
Die Ereignisse der vergangenen Woche im Zusammenhang mit der Debatte um die deutsche Asyl- und Immigrationspolitik werden nachwirken, vermutlich über den Wahltag vom 23. Februar hinaus. Viel böses Blut wurde in den vergangenen Tagen erzeugt, die Polarisierung um das Thema Migration in der Bevölkerung unnötigerweise weiter geschürt, wobei verantwortungsbewusste politische Parteien doch darauf bedacht sein sollten, gerade bei diesem Thema sachlich und möglichst deeskalierend vorzugehen. Insbesondere nach den Attentaten in Magdeburg und Aschaffenburg, die sogleich mit der Migrationspolitik in Verbindung gebracht wurden, auch wenn der Attentäter aus Magdeburg seit bereits rund 18 Jahren in Deutschland lebte.