Editorial
Friedrich Merz steht mit starker AfD und internationalen Herausforderungen vor schweren Aufgaben
Gewonnen, aber nicht überzeugend: Friedrich Merz wird wohl der nächste deutsche Bundeskanzler Foto: Michael Kappeler/dpa
Die Wahlen in Deutschland sind weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus von Bedeutung. Das gilt in gewöhnlichen Zeiten, umso mehr aber in der gegenwärtigen Situation, in der rechtsextreme, polarisierende und die Demokratie zersetzende politische Kräfte an Zulauf gewinnen, oder, wie in den USA, an der Regierung sind. Daher ist es erst einmal ein sehr gutes Zeichen, dass in Deutschland am Sonntag die höchste Wahlbeteiligung seit der Wiedervereinigung verzeichnet wurde. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen sich an der Demokratie, am politischen Leben beteiligen wollen und sich das vermutlich auch nicht nehmen lassen wollen. Das ist ein ermutigendes Signal, das hoffentlich in anderen europäischen Ländern Nachahmung findet.