Editorial

Die Tripartite vom 12. Mai beginnt unter schlechten Vorzeichen

Der Rahmen, den CSV-Premier Luc Frieden für die nationale Tripartite vorgegeben hat, ist weit gefasst. Vielleicht liegt das daran, dass er der Meinung ist, die „richtige Krise“ stehe erst bevor. Worüber er mit den Sozialpartnern verhandeln möchte, weiß er selbst noch nicht.

Luc Frieden spricht über ruhige Führung statt hektischer Opgereegtheet, Symbol für besonnenes Regieren und stabile Politik.

Er regiere mit „einer ruhigen Hand“, meint Luc Frieden, nicht „an der Hektik an der Opgereegtheet“. Bislang war eher das Gegenteil der Fall. Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Die „national Tripartite“ noch vor dem 1. Mai anzukündigen, obwohl „déi Kris, déi mer lo hunn, eigentlech nach keng richteg Kris ass“ und „déi richteg Kris riskéiert, nach bevirzestoen“, wirkt auf den ersten Blick wie eine kluge politische Entscheidung von CSV-Premier Luc Frieden. Sie statt Anfang Juni schon am 12. Mai abzuhalten, eine Woche vor seiner Rede zur Lage der Nation in der Abgeordnetenkammer, ebenfalls. Das setzt aber voraus, dass Regierung und Sozialpartner sich innerhalb einer Woche auf ein gemeinsames Abkommen verständigen können. Danach sieht es derzeit nicht aus.

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