Editorial

Die Palästinenser sollten die Chance, die eine Anerkennung ihres Staates bedeutet, nutzen

Tod und Vertreibung im Gazastreifen: Die Welt hat diese Bilder aus dem Nahen Osten satt

Tod und Vertreibung im Gazastreifen: Die Welt hat diese Bilder aus dem Nahen Osten satt Foto: AFP/Eyad Baba

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei seiner Rede am Freitag während der Generaldebatte der UN-Vollversammlung jene Staaten, die, wie Luxemburg, Anfang der Woche Palästina als Staat anerkannt haben, scharf kritisiert. Ohne allerdings seine Kritik mit Substanz zu untermauern. Vielmehr wiederholte er seine haltlose Anschuldigung, mit der Anerkennung Palästinas würden die barbarischen Angriffe auf Israel, würden die palästinensischen Terrororganisationen, unter ihnen vor allem die Hamas, belohnt. Dass dem nicht so ist, haben einige Regierungschefs in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, unter ihnen auch Luxemburgs Premierminister Luc Frieden, als sie darauf hinwiesen, dass die Hamas gegen eine Zweistaatenlösung ist, wobei jedoch genau dies das Ziel der jetzt erfolgten Anerkennungen ist. Zudem haben die von Netanjahu gescholtenen Staaten Israels Kampf gegen die palästinensischen Terroristen lange gutgeheißen. Es ist nicht nur deshalb absurd, zu behaupten, diese Staaten wollten die Terroristen für das Töten von Menschen jüdischen Glaubens „belohnen“.

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