Analyse
Keir Starmer war innenpolitisch glücklos, aber außenpolitisch kompetent
Keir Starmer zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit, doch besonders in der Wirtschafts- und Innenpolitik bleibt vieles umstritten. Außenpolitisch kann er hingegen einige Erfolge vorweisen, vor allem bei neuen Abkommen und der Annäherung an Europas Partner.
Der britische Premierminister, Keir Starmer, hat am Montag seinen Rücktritt verkündet Foto: Henry Nicholls/AFP
In seiner Abschiedsrede hat der britische Premier Keir Starmer vermeintliche Verdienste seiner Regierung aufgezählt. Freilich standen eine Reihe seiner Behauptungen auf tönernen Füßen, beispielsweise die Erholung der Volkswirtschaft betreffend. Die Arbeitslosigkeit steigt stetig an, weil die Labour-Regierung die Arbeitgeber-Abgaben drastisch erhöhte, erstaunlicherweise besonders für Geringverdiener. Seither stellen gerade kleinere Firmen kaum neue Leute ein, Schulabgängerinnen und Graduierte suchen händeringend nach Arbeit.