Editorial

Die Europäer haben es in den USA mit zwei rechten Egomanen zu tun

Donald Trump, Elon Musk und J.D. Vance sehen sich in Landover, Maryland, ein Football-Spiel an

Donald Trump, Elon Musk und J.D. Vance sehen sich in Landover, Maryland, ein Football-Spiel an Foto: Getty Images via AFP

Bei ihrem Gipfeltreffen vergangene Woche haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs unter anderem Gedanken darüber gemacht, wie sie mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump umgehen sollen. Damit hatten die 27 möglicherweise etwas zu kurz gegriffen. Denn es schält sich immer mehr heraus, dass neben dem Präsidenten und seinem Vize, dem derzeitigen Senator J.D. Vance, offensichtlich noch eine dritte Person sich anschickt, an der Regierungsspitze mitzumischen. Elon Musk, reichster Unternehmer auf Erden und von Trump berufener Optimierungsbeauftragter, scheint, noch bevor es losgeht, sein Betätigungsfeld möglichst umfassend abstecken zu wollen. Dass er sich bei den Budgetverhandlungen im US-Kongress derart scharf einbrachte und von Trumps Vorgaben abweichenden Kongressabgeordneten damit drohte, alles daranzusetzen, ihre Wiederwahl zu verhindern, sollten sie nicht parieren, ist alles andere als eine Bagatelle. Doch es passt in das disruptive Vorgehen, das der neue US-Präsident als seine Regierungsmethode etablieren will. Das verheißt alles nichts Gutes. Vorerst für die USA, doch gleich danach für all jene Staaten, denen an einem regelbasierten Umgang untereinander in der Welt gelegen ist.

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