Editorial

Die EU will Unternehmen auf nachhaltigen Handel verpflichten

Eine Frau arbeitet in einer Textilfabrik in der Hauptstadt von Bangladesch, wo unter oft fragwürdigen Arbeitsbedingungen ein großer Teil der Bekleidung für den europäischen Markt hergestellt wird

Eine Frau arbeitet in einer Textilfabrik in der Hauptstadt von Bangladesch, wo unter oft fragwürdigen Arbeitsbedingungen ein großer Teil der Bekleidung für den europäischen Markt hergestellt wird Foto: K M Asad/dpa

Es wäre interessant, zu wissen, was sich in den Warenregalen heimischer Geschäfte und Supermärkte noch wiederfinden ließe, müssten über Nacht alle Produkte verschwinden, die unter Verletzung von Menschenrechten und sozialen Rechten oder der Umgehung des Umweltschutzes hergestellt worden sind. Wohl gibt es bereits Initiativen, die sich seit Jahren für einen nachhaltigen und fairen Handel einsetzen. Und gerade während des vergangenen Pandemie-Jahrs dürfte das Bewusstsein für eine verantwortungsvollere Lebens- und Konsumweise in der Gesellschaft gestiegen sein. Doch fallen die bisherigen Möglichkeiten, dem nachzukommen, gemessen am Gesamthandel kaum ins Gewicht.

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