Solidarität erforderlich

Die EU braucht gewaltige Summen zur Bewältigung der Krise

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird in den kommenden Wochen einen Vorschlag für einen billionenschweren Wiederaufbaufonds für die EU-Staaten vorlegen müssen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird in den kommenden Wochen einen Vorschlag für einen billionenschweren Wiederaufbaufonds für die EU-Staaten vorlegen müssen Foto: AFP/EPA/Olivier Hoslet

In der Not zeigt sich, wie stark eine Gemeinschaft ist. Wie groß sind das Vertrauen, die Hilfsbereitschaft, der Zusammenhalt, der Wille, eine Krise gemeinsam durchzustehen? In der gegenwärtigen, durch die Corona-Pandemie ausgelösten Krise hat es zwischen den EU-Staaten zumindest einen gewissen Vertrauensbruch gegeben. Es fand ein Rückzug in nationales Denken statt. Grenzen wurden zu einem Zeitpunkt geschlossen, und bleiben es auch weiterhin, als ohnehin bereits damit begonnen wurde, die Bewegungsfreiheit weitgehend einzuschränken. Strategisch wichtige Ressourcen wie medizinische Güter wurden zurückgehalten. Eine Abstimmung mit Nachbarstaaten fand erst einmal nicht statt. Erst allmählich, als sich alle einen Überblick verschafft hatten, wurden Intensivpatienten über Grenzen hinweg versorgt und wurde sich wieder auf mehr Zusammenarbeit besonnen.

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