Editorial
„Dee Wee, dee mer musse goen“ – Luxemburgs Reiselust und der Klimawandel
CSV-Premier Luc Frieden war in den Alpen wandern, DP-Vizepremier Xavier Bettel besuchte Freunde im Süden Frankreichs. Weltweit wächst das Tourismusgeschäft und liefert einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimawandel. Damit die Menschen auf das Flugzeug oder das Auto verzichten, brauchen sie Alternativen.
CSV-Premier Luc Frieden und seine Ehefrau Marjolijne waren im August „an d‘Bierger hiken“ Foto: Facebook
„Vielleicht müssen wir hier und da auch etwas weniger auf das Materialistische schauen und mehr darauf, wie wir zusammenleben. Nicht alles ist mit Geld auszudrücken“, sagte CSV-Premier Luc Frieden Mitte Juli dem Wort. Im „Summerinterview“ mit RTL meinte er vergangene Woche: „Dat ass e schwieregen Equiliber an enger Gesellschaft, well mir hunn eis un e gewëssene Confort gewinnt, un e gewëssene Liewensstil an dee lues a lues ze adaptéieren – ech mengen, dat ass dee Wee, dee mer musse goen.“
Zur Bekämpfung des Klimawandels müsse jeder seinen Beitrag leisten: die Betriebe, aber auch die „eenzel Leit“, indem sie mehr erneuerbare Energien nutzten und „datt se vläicht iwwerleeën, wou a wéi se reesen“. Aufgabe des Staats sei es, „fir d’Leit ze encouragéieren, mat op dee Wee ze goen“.