Editorial

Das Scheinheiligtum – warum wir (zu Recht) immer unbedeutender werden 

Bringt Journalisten um, hat Europa aber dafür von Cristiano Ronaldo erlöst: seine königliche Despotierlichkeit, Mohammad bin Salman bin Abdulaziz Al Saud, Oberkerkermeister des nach ihm benannten Nationalstaats, während er die Hand von Indiens Premierminister Narendra Modi (nicht im Bild) schüttelt

Bringt Journalisten um, hat Europa aber dafür von Cristiano Ronaldo erlöst: seine königliche Despotierlichkeit, Mohammad bin Salman bin Abdulaziz Al Saud, Oberkerkermeister des nach ihm benannten Nationalstaats, während er die Hand von Indiens Premierminister Narendra Modi (nicht im Bild) schüttelt Foto: Evan Vucci/AP Pool/AP/dpa

Es war eine Nachricht, die das westliche internationale Parkett in den vergangenen Wochen in Aufregung versetzt hat: Das Brics-Staatenbündnis – von dessen Existenz vorher eigentlich gar nicht so viele wussten – bekommt Zuwachs. „Die Erweiterung könnte zu einer Gefahr für den Multilateralismus werden“, sagte Jean Asselborn im Land. „Die Welt braucht nicht mehr Länder, die unter chinesischen und russischen Einfluss geraten“, meinte der MIT-Professor Daron Acemoglu im Tageblatt. „Xi Jinping versucht, andere Länder im großen Kampf gegen die USA zu mobilisieren“, vermutete die schwedische Zeitung Dagens Nyheter. Und die Irish Times bilanzierte: „Eine neue Welt ist im Entstehen.“

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