Luxemburg-Stadt
Windmühle beim CHL wird abgerissen – und teilweise auf dem Krankenhausgelände wieder aufgebaut
Zunächst war es nur ein Hoffnungsschimmer, nun wurde ein Kompromiss gefunden: Die unter Schutz stehende Mühle beim „Centre hospitalier de Luxembourg“ wird trotz der Erweiterung des CHL auch in Zukunft auf dem Gelände der Klinik stehen – allerdings nicht mehr am selben Standort und nur noch zum Teil.
Das Nebengebäude und die umliegende Mauer müssen für immer weichen – der Turm allerdings nicht Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Letzten Sommer hatte Kulturminister Eric Thill (DP) es im Gespräch mit dem Tageblatt bereits angedacht, nun ist es sicher: Überreste der alten Windmühle beim „Centre hospitalier de Luxembourg“ (CHL) in Luxemburg-Stadt werden abgebaut und an anderer Stelle wieder originalgetreu neu errichtet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherheit sowie des Kulturministeriums von Montagnachmittag hervor.
Die bislang im Zusatzinventar der historischen Denkmäler eingeschriebene Windmühle weicht einem neuen Gebäude des CHL-Krankenhauses mit großer Notaufnahme und Zufahrt für die Krankenwagen. Wie es in der Pressemitteilung heißt, wurden bei den betroffenen Ministerien in der vergangenen Zeit die Köpfe zusammengesteckt, um nach einer Lösung zu suchen. Im Oktober 2025 wurde offenbar ein Kompromiss gefunden: Der Mühlenturm wird in unmittelbarer Nähe zu ihrem jetzigen Standort auf dem Gelände des CHL wieder aufgebaut.
Angaben zu Kosten fehlen
Das Nebengebäude und die Mauern werden hingegen „aus Platzgründen“ nicht rekonstruiert, wie das Kulturministerium am Montagabend präzisierte.Der Turm wird an der Kreuzung des Val Fleuri mit der route d’Arlon stehen – nicht einmal 100 Meter von seinem aktuellen Platz entfernt. Ab Inbetriebnahme des neuen Krankenhausgebäudes soll man diesen dort sehen können, laut der Regierung also „spätestens im zweiten Halbjahr 2029“.
Zwei Studien wurden durchgeführt, um zu prüfen, ob das aktuell am Val Fleuri gelegene Bauwerk sorgfältig abgebaut und rekonstruiert werden kann. Die Mühlenteile werden laut den Ministerien „vorübergehend und unter sicheren Bedingungen gelagert“. Die Kosten für den Abbau, die Lagerung und den Wiederaufbau wird der Bauherr – also das CHL – übernehmen. Eine konkrete Summe wird in dem Schreiben von Montag nicht genannt, eine Nachfrage dazu beim Krankenhaus und bei den zuständigen Ministerien blieb bislang unbeantwortet.
(Dieser Artikel wurde am 30. März gegen 21 Uhr um zusätzliche Informationen des Kulturministeriums ergänzt.)