Eine Nacherzählung
Wie ein Düdelinger den Taliban entkam
Fida und Leila stehen jetzt in der „Niddeschgaass“ und sind froh, wieder zusammen zu sein. Während zehn Tagen im August war es nicht sicher, ob es noch einmal dazu kommen würde. Fida hing in Kabul fest. Jetzt erzählen beide ihre Geschichte.
Wieder glücklich vereint: Leila und Fida in Düdelingen Foto: Armand Back
Als Leila am 1. August am Flughafen steht, hadert sie mit sich selbst. In Luxemburg regnet es den ganzen Sommer durch – und jetzt noch knapp drei Wochen alleine sein ohne ihren Mann? Hätte sie nicht doch mit ihm wegfliegen sollen? Leila und Fida küssen sich zum Abschied. Er spricht ihr gut zu, die Zeit werde verfliegen, er bald zurück sein. Sie verspricht ihm, mit der gemeinsamen Tochter das Beste aus der Zeit zu machen. Leila und die Vierjährige fahren zurück nach Düdelingen. Fida bricht, um seinen kranken Vater zu besuchen, nach Afghanistan auf. Den Rückflug hat er für den 17. August gebucht. Er wird ihn nicht antreten können, den Flug wird es nicht geben.