Neimënster

Wie aus der Krankheitsdiagnose ein Kunstprojekt von Aurélie D’Incau und ihrer Mutter wurde

Die Künstlerin Aurélie D’Incau und ihre Mutter Thérèse halten in einem gemeinsamen Projekt fest, was sie verbindet: Geschichten, Erinnerungen, das Leben. Über zwei Frauen, die Krankheit mit Kunst trotzen.

Aurélie d’Incau und ihre Mutter Thérèse verewigen ihre Beziehung in einem emotionalen Kunstprojekt

Aurélie d’Incau (l.) und ihre Mutter Thérèse (r.) vereweigen ihre Beziehung in einem Kunstprojekt Foto: Carole Theisen

Der Raum wirkt auf den ersten Blick unspektakulär: ein großer Tisch, verstreute Stoffe, Wollknäuel, Perlenfäden, bunte Seidentücher. Doch wer länger bleibt, merkt, dass hier etwas anderes geschieht als bloß Handarbeit. Zwei Frauen – Mutter und Tochter – sitzen sich gegenüber. „Wir arbeiten langsam. Und in dieser Langsamkeit tauchen Dinge auf, über die wir sonst nie sprechen würden“, sagt Aurélie d’Incau.

Es ist der Arbeitsraum des Projektes „Liewen“, einem intergenerationellen, autoethnografischen Kunstprojekt, das die beiden Frauen bereits vor drei Jahren gemeinsam begonnen haben und während der Residenz in Neimënster (5. Januar bis 8. Februar 2026) weiter Form annimmt. Ein Projekt, das Erinnerung, Fürsorge, Identität und Verlust miteinander verwebt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

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