Tanklux-Ausbau
Widerstand gegen neue Tanklager reicht bis nach Deutschland
Der geplante Ausbau der Tanklager im Hafen von Mertert stößt auch jenseits der Grenze auf Widerstand. Die deutsche Gemeinde Temmels will die Genehmigung anfechten.
Der Ausbau der Tanklux-Tanklager sorgt nicht nur in Luxemburg für Unmut Foto: Editpress/Julien Garroy
Nicht nur in Luxemburg regt sich Widerstand gegen den Ausbau der Tanklux-Tanklager an der Mosel. Auch die deutsche Gemeinde Temmels will die Genehmigung anfechten, wie Radio 100,7 am Montag berichtete. Bürgermeisterin Doris Opitz-Köbernik zufolge hatte die Gemeinde bereits vor Monaten einen ersten Widerspruch eingereicht. Dieser sei jedoch ohne Antwort geblieben.
Opitz-Köbernik sieht in dem geplanten Ausbau eine mögliche Gefahr für das gegenüberliegende Temmels. Sie befürchtet, dass Explosionen zu einer Katastrophe führen könnten. Zudem stellt sie infrage, warum die Lagerkapazitäten angesichts der zunehmenden Förderung der Elektromobilität um mehr als die Hälfte erweitert werden sollen.
Tanklager sollen mehr als doppelt so groß werden
Die Firma Tanklux S.A. plant im Hafen von Mertert eine deutliche Erweiterung ihres Tanklagers für Erdölprodukte. Die bestehenden Kapazitäten von rund 62 000 Kubikmeter sollen auf rund 151.000 Kubikmeter vergrößert werden – mehr als eine Verdopplung. Die geplanten neuen Tanks sollen auf dem Gebiet der Gemeinde Grevenmacher entstehen.
Laut Bürgermeisterin Monique Hermes (CSV) will Grevenmacher jedoch Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen. Auch die Gemeinde Mertert-Wasserbillig möchte sich diesem Vorgehen anschließen, sofern dies rechtlich möglich ist. (les)