In Luxemburgs Kinos
Warum „Avatar: Fire and Ash“ mit Kolonialismus und Aufrüstung zu tun hat
Seit Dezember kann man den dritten Teil der „Avatar“-Filmreihe auch in Luxemburg auf der großen Leinwand sehen. Die blauen Aliens haben die Bedrohungen durch die Menschen noch immer nicht überstanden. Eine Filmanalyse zu Kolonialismus, Nicht-Gewalt und Produktionsentscheidungen.
Zu Besuch im Kino: Noch läuft der Blockbuster „Avatar: Fire and Ash“ in Luxemburg Foto: Jang Kapgen
Während drei Stunden und 17 Minuten (ohne die ungefähr viertelstündige Werbestrecke vor dem Film) kann man sich über einen Blockbuster des großen Kalibers freuen. Wie schon bei den zwei ersten „Avatar“-Filmen gibt es in „Avatar: Fire and Ash“ (James Cameron, 2025) viel Neues auf dem Mond Pandora zu entdecken. Neue Figuren, eine unbekannte Landschaft sowie große Schlachten und Plündereien werden alle Teil des Spektakels über eine koloniale Tragödie – obwohl die meisten Szenen in dem schon bekannten küstenverbundenen Areal des Metkayina-Clans und den Headquarters der menschlichen Kolonialmacht stattfinden.
Kriegsvertriebene Flüchtlinge, ökologische Ausbeutung, Kolonialismus, aber auch Bikulturalität und Familieneinheit sind Leitthemen im Film. Und der Mensch ist der klare Übeltäter. Während die Na’vi-Bevölkerung der blauen Aliens friedlich leben will, hat der Mensch sich über die drei Filme hinweg auf Pandora angesiedelt, um die Ressourcen ohne Erbarmen oder ethische Bedenken auszuschöpfen.