Schengen

Vorwurf der Verleumdung und „illegalen Interessensvertretung“: Architekten klagen gegen Gemeindevertreter

Vorwurf der Verleumdung und „illegalen Interessensvertretung“: Architekten klagen gegen Gemeindevertreter

Grafik: Editpress/Frank Goebel

Der Bürgermeister und die Schöffen des Gemeinderats in Schengen wollen in mehreren Dossiers die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „Valentiny hvp architects“ beenden (das Tageblatt berichtete).

Stein des Anstoßes: Unter anderem wegen Problemen mit dem Gebäude der Schule in Remerschen liegt die Gemeinde mit den Architekten über Kreuz

Stein des Anstoßes: Unter anderem wegen Problemen mit dem Gebäude der Schule in Remerschen liegt die Gemeinde mit den Architekten über Kreuz Foto: Editpress/Claude Lenert

Nachdem das Architekturbüro bereits sein grundsätzliches Unverständnis darüber ausgedrückt hatte, ist jetzt die nächste Eskalationsstufe angekündigt worden: Das Büro will nämlich in der Sache den Rechtsweg beschreiten. Das geht aus einer am Donnerstag (25.5.) versandten Mitteilung hervor. Im Raum stehe der Vorwurf der Verleumdung und der üblen Nachrede – sowie der „illegalen Interessenvertretung“, wobei letzterer Vorwurf nur einen einzelnen Gemeindebeamten betreffe.

Eine entsprechende Vorladung („citation directe“) sei durch die beauftragte Rechtsanwältin Lydie Lorang erwirkt worden, gerichtet an Bürgermeister und Schöffen der Schengener Gemeinde sowie den erwähnten Gemeindebeamten.

Die Rechtssache werde bereits am Freitag (26.5.) in einer öffentlichen Sitzung eröffnet und dann ein Termin für die mündliche Verhandlung anberaumt.

Die Gemeinde Schengen ist einerseits in Sachen der Schule in Remerschen mit den Architekten aneinander geraten: Die von der Gemeinde ausgelegte Summe, die nötig war, um einen Defekt am Dach des Gebäudes zu beseitigen, will die Versicherung des Architekturbüros nur zum Teil übernehmen. Zudem will die Gemeinde in Sachen des Projekts „Campus Baggerweiher“ zwei Abkommen aufkündigen – weil „die Chemie einfach nicht mehr stimmt“, wie es der Bürgermeister Michel Gloden Anfang Mai salopp formulierte.

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