Energiewende

Klima-Agence stellt neuen Solaranlagen-Simulator vor

Die Klima-Agence hat ihren Jahresbericht vorgestellt – und ein neues digitales Tool. Damit können Luxemburger Haushalte prüfen, ob sich eine Solaranlage lohnt.

Digitales Tool zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen in Luxemburg für nachhaltige Energieplanung

Mit einem neuen digitalen Tool können Luxemburger künftig die Wirtschaftlichkeit ihrer Solaranlage berechnen Symbolfoto: Marijan Murat/dpa

Solaranlagen produzieren Strom direkt auf dem eigenen Dach. Das senkt die Kosten für Privatpersonen und stärkt zugleich Luxemburgs Energieunabhängigkeit. Solarstrom gilt als klimafreundliche Alternative. Vor diesem Hintergrund stellt die Klima-Agence ein neues digitales Instrument zur Verfügung, mit dem Haushalte die Wirtschaftlichkeit ihrer Fotovoltaikanlage einschätzen können: den „Solarsimulator“ (solar.klima-agence.lu).

Moderner Solarsimulator der Klima-Agence zur umweltfreundlichen Solarenergie-Forschung im Laborumfeld

Der neue Solarsimulator der Klima-Agence Bild: Klima-Agence

Das Tool liefert konkrete Informationen zu den Vorteilen der Photovoltaik und soll die Energiewende für Verbraucher verständlicher machen, wie aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Außerdem soll es Privatpersonen die Funktionsweise eines CO₂-freien Wohnhauses näherbringen. Nutzer können unter anderem berechnen, wie viel Strom sie auf dem eigenen Dach erzeugen können. Zudem unterstützt der Simulator die Optimierung des Eigenverbrauchs und damit die Effizienz bestehender Anlagen.

Neben dem Simulator stellt die Klima-Agence in ihrem Schreiben auch den neuen Jahresbericht vor. Daraus geht hervor, dass die Agentur in drei Jahren mehr als 80.000 Fotovoltaikanlagen erfasst hat. Seit Januar erleichtert eine Vorfinanzierungsoption den Zugang zu den Anlagen. Durch Eigenverbrauch oder das Teilen des erzeugten Stroms könnten Verbraucher die Investition zusätzlich optimieren.

Wärmepumpen setzen sich durch

Auch beim Aufladen von E-Fahrzeugen können Verbraucher sparen: „Die Ladekosten können durch das Laden zu Hause im Durchschnitt um bis zu 70 Prozent gesenkt werden“, schreibt die Klima-Agence. Zudem nehme der Ausbau privater und öffentlicher Ladestationen deutlich Fahrt auf. Mehr als 6.000 Anträge auf Klimabonus-Beihilfen habe die Klima-Agence seit 2024 registriert. Seit 2022 seien zudem mehr als 1.750 Ladepunkte über Projektaufrufe für Unternehmen entstanden.

Im Heizungsbereich gewinnen Wärmepumpen zunehmend an Bedeutung – auch in bestehenden Gebäuden. Jede dritte Heizungsanlage in Europa ist laut Klima-Agence mittlerweile eine Wärmepumpe. Die Technologie biete „großes Entwicklungspotenzial“. Darüber hinaus ermögliche eine umfassende energetische Sanierung Einsparungen von durchschnittlich bis zu 70 Prozent. Auch Einzelmaßnahmen wie eine Fassadendämmung könnten den Verbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren. (les)

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